unser Körper in der Welt der Physik

 

In der Welt der Physik besteht unser Körper aus ‚Atomen und die Atome setzen sich aus Teilchen zusammen, die jedoch keine festen Objekte sind, sondern nur Fluktuationen aus Energie und Information in einer großen Leere von Energie und Information‘. Ähhm? Betrachten wir also unseren Körper mit den Augen eines Physikers, dann sehen wir nichts als eine riesige Leere, in der es ein paar verstreute Pünktchen gibt und dazu einige zufällige elektrische Entladungen: 99,999999 Prozent unseres Körpers - wie auch das übrige Universum - besteht vor allem aus leerem Raum. Und das 0,000001 Prozent, das uns als Materie erscheint, besteht ebenfalls aus leerem Raum! Also ist ALLES leerer Raum. Die Frage ist nur; was ist die wahre Natur dieses leeren Raumes? Ist es letztlich dieses Nichts, welches mit erstaunlicher Kreativität alles Mögliche hervorbringt? Ist es unser Bewusstsein, welches Materie erzeugt, steuert und konstruiert?

 

Werfen wir einen näheren Blick darauf: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir aufgrund unserer Gedanken, Gefühle oder Emotionen, gewisse chemische Stoffe in unserem Gehirn erzeugen, welche Neuropeptide genannt wurden. Das bedeutet, dass Kommunikation im Körper mit Hilfe chemischer Substanzen stattfindet. Diese Substanzen funktionieren wie ein Schlüssel, der nur in gewisse Schlüssellöcher passt. In den Zellwänden anderer Neuronen befinden sich kleine Rezeptoren, die diesen  Schlüssellöchern entsprechen. Auf diese Art und Weise kommunizieren Neuronen miteinander. Man hat festgestellt, dass solche Rezeptoren nicht nur im Gehirn, sondern überall im Körper vorkommen, zum Beispiel in den Immunzellen. Das bedeutet mit anderen Worten, dass unsere Immunzellen unseren inneren Dialog ständig registrieren, da wir keinen Gedanken, kein Gefühl, keine Emotion haben, ohne dass die Immunzelle mit Hilfe ihrer spezifischen Rezeptoren davon weiß. Immunzellen beschützen uns im Normalfall vor Infektionen, Krebs und degenerativen Erkrankungen. Immunzellen eines Menschen, der über eine sehr lange Zeit einen unverhältnismäßig schweren Kummer zu tragen hat, werden dann ebenfalls ‘kummervoll’ und sind dadurch anfälliger für Krebs, degenerative Erkrankungen usw. Diese Immunzellen führen nämlich den gleichen inneren Dialog wie die Hirnzellen und sagen ‘Lasst mich in Ruhe, ich will nicht gestört werden’ und unternehmen nichts gegen Infektionen oder Krebs.

 

In den Immunzellen gibt es nicht nur die Rezeptoren für die Neuropeptide; sie sind auch in der Lage, die gleichen chemischen Substanzen zu produzieren, wie das denkende Hirn. Diese aufsehenerregende Erkenntnis bedeutet, dass die Immunzellen denken können, da sie die selben, chemischen Codes produzieren, wie sie das Hirn herstellt, wenn es denkt. Die Immunzelle ist also ein kleines bewusstes Wesen. Fragt man einen guten Neurobiologen nach dem Unterschied zwischen einer Immun- und einer Hirnzelle, so wird er ihn nicht nennen können, weil eine Immunzelle wie ein wanderndes Neuron aussieht und das Immunsystem, wie ein wanderndes Nervensystem. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass dies nicht nur für die Immunzellen zutrifft, sondern auch für andere Zellen. Die Magenzellen produzieren die gleichen chemischen Substanzen, wie das denkende Hirn, die Darmzellen, die Dickdarmzellen ... Wo man auch hinschaut, findet man das gleiche Phänomen: Herzzellen, Nierenzellen, Hautzellen produzieren die selbe, chemische Substanz, wie das Hirn.

 

Ist also unser Herz schwer vor Kummer, dann ist es buchstäblich mit traurigen chemischen Substanzen beladen; könnten wir vor Freude platzen, so ist die Haut voll mit sehr glücklichen antidepressiven Molekülen, genannt Imipramin. Der Gehalt an Interlucent und Interferon, beides Antikrebsmittel, steigt bei Freude und Heiterkeit - und nicht nur in der Haut und im Kreislauf. Auf der anderen Seite steigt bei Angst, Furcht und Zorn der Gehalt an chemischen Substanzen wie Cortison, Adrenalin oder Noradrenalin, die das Immunsystem zerstören. Unser Körper ist also buchstäblich eine Ansammlung von Ideen; er ist der physische Ausdruck unseres Denken und Fühlens! Es ist unsere Interpretation der Welt, die diese chemischen Substanzen generiert, die überall und gleichzeitig im Körper auftreten. Sie breiten sich nicht etwa aufeinanderfolgend aus, sondern simultan im ganzen Körper.

 

Wenn ich zum Beispiel den Wunsch habe, Wasser zu trinken, dann wird von den Hirnzellen die Substanz AT2 produziert, die mein Verhalten so beeinflusst, dass ich nach Wasser Ausschau halte. Gleichzeitig produziert ein anderer Gehirnteil, der Hypothalamus, AT2 und löst damit die Ausschüttung des Hormons ADH aus, das bewirkt, dass der Körper Wasser zurückhält. Gleichzeitig produzieren meine Nierenzellen AT2 und halten Wasser zurück. Meine Herzzellen, meine Hautzellen, produzieren es; mit anderen Worten, sobald ich die Idee habe, ‘ich brauche Wasser‘, so breitet sich diese Idee überall und gleichzeitig in meinem ganzen Körper aus, sie ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend. Während eines einzigen Augenaufschlags laufen sechs Trillionen Reaktionen ab, die alle aufeinander abgestimmt sind.

 

Nun sieht es so aus, als wäre dieses phänomenale Kommunikationssystem auf unseren Körper beschränkt, aber das ist es nicht. Die Kommunikation dehnt sich unendlich außerhalb des Körpers aus. Eine Gruppe von Hormonen, die sogenannten Pheromone (Duft-, Informations- und Lockstoffe) sind die genaue chemische Entsprechung unserer Emotionen, nur dass sie nicht auf den Körper beschränkt sind, sondern sich darüber hinaus ausdehnen. Wir wissen heute, dass das Verhalten von Ameisen oder Bienenvölkern mittels Pheromon-Botenmolekülen gesteuert wird. Termiten bauen im Dunkeln perfekte Termitenhügel, oft mit architektonisch perfekten Bogen. Auch sie kommunizieren mittels Pheromonen. Alle Tierarten, einschließlich der Menschen, scheiden Duftstoffe aus. Diese Pheromone sind tatsächlich das genaue Ebenbild unserer Emotionen, Gefühle und Gedanken. Wir spüren also tatsächlich die Atmosphäre in einem Raum, da wir zB. Unruhe- und Angstpheromone wahrnehmen.

 

Wo aber ist nun der er Befehlsgeber all unserer Ideen und Vorstellungen? Er ist nicht lokalisierbar, er ist allgegenwärtig und in allen Zellen gleichzeitig vorhanden ist. Er ist der Denker hinter dem Gedanken, der mit sich selbst interagiert und Ideen generiert. Finden wir Zugang zu diesem Feld, dem unsere Gedanken, Gefühle und Emotionen entspringen, so entsteht auch die Wahl beim Kreieren unserer eigenen Realität, da wir damit nicht nur jede einzelne unserer Zellen, sondern auch unser gesamtes Umfeld mit Informationen nähren und entsprechend beeinflussen. Dies ist, wenn man so will auch der ‚physikalische‘ Grund dafür, warum es so wichtig ist, sich seiner selbst bewusst zu werden, um Freude, Glück und Gesundheit zu generieren.

Bild: DaMentalVaporz
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