Bewusstsein

Kurzform

 

 

 

 

 

Unser Bewusstsein ist immer auf etwas gerichtet. Bewusstsein als solches gibt es nicht, da es immer mit Objekten, mit Gegenständen und Ereignissen der Umwelt oder mit Elementen der inneren Welt verknüpft ist. Es gibt also nur Bewusstsein von etwas.

 

Bewusstsein kann man sich wie die Bilder, die von einem Projektor auf eine weiße Leinwand geworfen werden vorstellen. Der projizierte „Film“ kommt dann entweder von innen aus unseren Erinnerungen, oder wird durch die Sinnesorgane von außen aufgenommen. Wir haben schon gehört, dass unsere Aufmerksamkeit bestimmt, was auf unsere innere Leinwand geholt wird, aber sie wählt auch zwischen angenehmen und unangenehmen Eindrücken. Man könnte jetzt vermuten, dass sie die angenehmen Dinge bevorzugt, aber dem ist oft nicht so. Oftmals werden gerade die unangenehme Dinge bevorzugt auf unsere innere Leinwand geholt. Es sind unser Weltbild und unsere Glaubensmuster, die uns in einem weit größerem Maße, als uns bewusst ist, prägen. Aber wie kommt es dazu?

 

Die erste und sicherlich auch stärkste Prägung, erfahren wir durch die Umgebung, in die wir hineingeboren werden. Dies ist in den meisten Fällen die Familie. Später kommen noch direkte und indirekte Beeinflussungen durch Freunde, Lehrer, Wissenschaftler, Medien und Politiker hinzu. Daraus entwickeln sich im Laufe der Zeit ganz individuelle Glaubensmuster und Verhaltensweisen. Diese scheinen uns so selbstverständlich und naturgegeben, dass wir sie entweder niemals anzweifeln, oder Veränderungen fast unmöglich erscheinen.

 

Dabei sollten wir jedoch nicht vergessen, dass diese Glaubensmuster meistens auf den Informationen und Ansichten anderer Menschen beruhen (die diese auch wieder nur von Dritten übernommen haben). Wenn wir die Glaubensmuster, die uns in Kindheit und Jugend mit auf den Lebensweg gegeben wurden, nicht reflektieren und hinterfragen, leben wir somit nach den »Vorstellungen« Anderer.

 

Schon Albert Einstein wusste, dass wir nur etwa 5% unseres geistigen Potenzial nutzen. Wie wir also unschwer erkennen können, sind wir uns nur einem verschwindend kleinem Teil der aufgenommen Informationen bewusst, da der Rest einfach ins Unterbewusstsein verschwindet. Es gibt zahlreiche Studien, die eindeutig beweisen, dass intuitiv, also unterbewusst, getroffene Entscheiden häufig effektiver sind als jene, die wir mit unserem Verstand zuvor stundenlang durchgekaut haben.

 

Machen wir uns das noch einmal deutlich:

bewusst aufgenommen Information: ca. 5%

unbewusst aufgenommene Information: ca. 95%

 

Hinzu kommt, dass wir nur etwa 2% am Tag bewusst bei einer Tätigkeit sind. 98% unser tägliches Tun läuft unbewusst, also automatisch ab. Sie glauben das nicht? Haben Sie sich schon mal angeregt im Auto unterhalten, oder über etwas nachgedacht? Ist es Ihnen da nicht auch schon mal passiert, dass Sie sich dann an die gefahrene Strecke und Details wie etwa eine rote Ampel nicht mehr erinnern konnten? Wer ist dann eigentlich Auto gefahren, wenn Sie selbst doch mit etwas anderem beschäftigt waren? Genau: Ihr Unterbewusstsein!

 

Glauben Sie nun noch immer, dass wirklich Sie die Entscheidungen in Ihrem Leben treffen? Nehmen wir einmal an, Sie treffen z.B. für sich die Entscheidung ab heute ein netterer Mensch zu sein, Gefühle zuzulassen, ordentlicher zu werden, sich gesünder zu ernähren, mit dem Rauchen aufzuhören oder abzunehmen. In Ihrem Unterbewusstsein befindet sich nun aber eine Information, die genau das Gegenteil besagt. Dh. Ihr Unterbewusstsein “weiß”, oder besser glaubt zu wissen, dass es besser und sicherer ist sich wie Egoist zu verhalten, keine Gefühle zuzulassen, etc.

 

Was wird also passieren? Ihr “guter Mensch” steht leider dem “Egoisten” im Verhältnis 5 zu 95 gegenüber. Genauso verhält es sich auch für den Anteil in Ihnen, der nun mehr Gefühle zulassen, ordentlicher werden, sich gesünder ernähren, mit dem Rauchen aufhören oder abnehmen will. Dazu kommt noch, dass Sie nur 2% des Tages im vollem Gewahrsam sind. Das bedeutet, ihr Tagesablauf wird zu 98% mit dem 95%igem Wissen Ihres Unterbewusstsein bestimmt! Sie werden es also tatsächlich hin und wieder schaffen sich Ihrem bewussten Wunsch entsprechend zu verhalten, aber überwiegend werden Sie sich gegenteilig verhalten und das noch nicht einmal bemerken!

 

Der Ärger und Frust über unsere scheinbare Unfähigkeit kommt immer erst danach, obwohl uns dieser in Wahrheit nur aufzeigen will, dass wir selbst es sind – mit unseren 95% -, die die angeblich gewollte Veränderung nicht zulassen. Wir schöpfen also täglich aus riesigen Mengen an Informationen, die uns zur Verfügung stehen. Daher muss es uns jetzt darum gehen diesen endlosen Schatz an Wissen gezielt zu modifizieren und zu unserem Vorteil statt zu unserem Nachteil zu nutzen und einzusetzen.

Zitat

 

 

 

 

Bild: DaMentalVaporz
Bild: DaMentalVaporz