Zusammenhang zwischen Stress und Ernährung

Durch Ernährungsfehler und mentales „Aus-dem-Gleichgewicht-Sein” wird der Darm entscheidend behindert seine lebenswichtigen Funktionen auszuüben. Anstelle der Entwässerung und Restresorption des Nahrungsbreies ist er damit beschäftigt Abfall zu beseitigen.Der Mensch lebt aber vor allem durch einen gut funktionierenden Darm, da durch ihn lebenswichtige Stoffe aufgenommen werden, die dann auch unser Stress- und Glückshormon-System benötigt, um diese Botenstoffe in ausreichender Menge und bester Qualität herzustellen.

Nun sollte man annehmen, dass das Burnout-Syndrom nur etwas mit der Psyche und emotionalem Stress zu tun hat. Weit gefehlt. Oft liegt die Ursache schon viel weiter in der Vergangenheit und mindert dadurch die Stress-Toleranz. Oft spielen hier frühere Antibiotika- und Kortisongaben eine nicht unwesentliche Rolle. Diese schädigen unsere gesunde Darmflora und verändern damit die Aufnahme von wichtigen Nahrungsmittelbestandteilen.

Zusätzlich verbrauchen sie einen wichtigen Begleitstoff für die Energiesysteme der Zelle, das Coenzym Q10. Es ist neben L-Carnitin, welches Cholesterin in die Mitochondrien (Energiekraftwerke der Zellen) transportiert, lebenswichtig. In diesen Kraftwerken wird mit Hilfe des Coenzym Q10 aus den Bausteinen der Nahrung und aus Sauerstoff Energie produziert. Über diesen Mechanismus versorgen die Mitochondrien rund 10 Billionen Körperzellen mit Energie. Ein geschädigtes Energiesystem der Zelle wird in Folge den ganzen Organismus in seiner Leistungsfähigkeit reduzieren.

Durch die Schädigung des Darms werden aber auch viele andere Stoffe vermindert aufgenommen. Hier spielen vor allem natürliches Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe eine erhebliche Rolle. Wenn Sie nur kurze Zeit unter erheblichem Stress leiden, benötigen Sie schon große Mengen Vitamin C. Ca. 350 mg Vitamin C werden in nur 15 – 20 min. negativem Stress verbraucht. Wir benötigen für die Produktion von einem Molekül Adrenalin, einem der wesentlichen Stresshormone, ein Molekül Vitamin C. Natürliche Quellen sind vor allem Paprikaschoten und rohes Sauerkraut. Sie enthalten am meisten natürliches Vitamin C. Aber auch Grapefruits, Orangen, Kiwi, Mandarinen, Kartoffeln, Kohlgemüse und Petersilie.

Zusätzlich wird Vitamin C beim Umbau von Cholesterin benötigt. Cholesterin, welches wir vor allem als einen Grundbaustein für die Hormonbildung benötigen, sollte ebenfalls regelmäßig zugeführt werden. Eine ausreichende Menge an Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fisch- und Leinöl vorkommen, ist extrem wirksam gegen Depressionen. Unser Nervensystem benötigt auch zur Funktion und Stresstoleranz viele B-Vitamine. Hier sind Vitamin B1, B2, B6, B12 und Biotin von besonderer Bedeutung. Sie greifen in die Energieproduktion, die Nervenleitgeschwindigkeit, den Energiestoffwechsel und das Immunsystem ein.

Weiters sollte man darauf achten, immer möglichst reifes Obst zu essen, welches keine langen Transportwege hinter sich hat, da darin die meisten Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe enthalten sind. Da die meisten Stresshormone auch einen vermehrten Anfall von sogenannten freien Radikalen mit sich bringen, ist es wichtig, dem Organismus genügend Antioxidantien zum Binden dieser gewebsschädigenden Substanzen, anzubieten. Sie kommen in großer Zahl in Obst und Gemüse vor. Auch Vitamin C ist ein guter Radikalfänger.

Auch die Versorgung mit Calcium und Magnesium ist extrem wichtig. Magnesium wird für die Funktion von ca. 300 Enzymen benötigt und ein Mangel kann neben Krämpfen auch zu Schlafstörungen, Depressionen, verminderter Stresstoleranz und Burnout führen. Es konnte in mehreren Studien belegt werden, dass bei diesen Patienten ein Magnesiummangel extrem häufig ist. Calcium wird nicht nur für den Knochenstoffwechsel, sondern auch für die ganz normale Funktion jeder Zelle benötigt. Besondere Wirkung hat es auch auf Ängste und bei Unruhezuständen bis zur Panik, wie es beim Burnout-Syndrom vorkommt.

Zink ist ein wichtiges Immunstimulans, wirkt potenzsteigernd, hat aber auch eine besondere Wirkung bei Müdigkeit. Seine Wirkung besteht vor allem in der Aktivierung und als Baustein von Neurotransmittern, die Botenstoffe für die Kommunikation der Nervenzellen untereinander.

Natürlich benötigen wir auch Proteine, die aus Aminosäuren zusammengesetzt sind. Hier sei besonders auf Tyrosin hingewiesen, welches den Grundbaustein für Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin darstellt. Es ist somit wichtig für die kognitive Leistungsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit. Es kann Müdigkeit entgegenwirken, die ein wesentliches Problem beim Burnout-Syndrom darstellt. Tryptophan und besonders seine Ausbaustufe 5-Hydroxy-Tryptophan sind wichtig für guten und erholsamen Schlaf, wirken gegen Depressionen und heben als Grundbaustein für die Serotoninproduktion die Stimmungslage.

Die Grundvoraussetzung für die Prävention von Stresssyndromen und Burnout liegt also nicht nur in viel Bewegung und Entspannungsübungen, die einen wesentlichen Baustein bilden, sondern vor allem in einem gesunden Darm! Die Darmsanierung steht an allererster Stelle, denn danach steht dem Körper wieder die gesamte gesunde Nahrung voll zur Verfügung, um mit auftretendem Stress umgehen zu können. 

Bild: DaMentalVaporz
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